Frank Interview

Interview mit Frank

Hallo Frank ich habe da ein paar Fragen an Dich:

1 Warum Indie-Autor, warum nicht bei einem Verlag

Die Antwort auf diese Frage ist relativ komplex, da sie einen umfangreichen Prolog besitzt.

Meine „Schreibkarriere“ begann im Jahr 2007. Vorausgegangen waren mehrere TV-Dokumentationen über die Kultur der Maya und ein interessanter Beitrag über den kolumbianischen Smaragdmogul Victor Carranza. Diese Filme ließen mich nicht mehr los und verschmolzen irgendwann in meinem Kopf zu einem spannenden Konglomerat – meiner ersten Story.

Um meine erste Story vor der Verderbnis des Vergessenes zu retten, schrieb ich sie in vierzehn Tagen nieder – Umfang 50 Seiten. Eine 50seitige literarische Katastrophe stellte ich selbstkritisch fest und suchte in den unendlichen Weiten des Internets nach entsprechenden Schulungsmöglichkeiten. Die mit diesen Fernlehrgängen verbundenen erheblichen Investitionen schreckten mich zunächst ab.  Ausschlaggebend  für meine positive Entscheidung für eine Fernschule waren die guten Erfahrungen, die ich bei meinem Meisterstudium mit solch einer Einrichtung gemacht hatte.

Durch diesen literarischen Fernlehrgang ergaben sich Kontakte zu Schreib-Foren wie dem DSFO (Deutsches Schriftstellerforum). Eines der Kernthemen war und ist – wie finde ich einen Verlag oder eine Agentur?

Die genannten Institutionen besaßen damals eine Gatekeeper-Funktion  – ohne ihr „Durchwinken“ gab es keine Veröffentlichung und so sind jahrzehntelang hunderte Autoren mit ihren Manuskripten an diesem altehrwürdigen System gescheitert. Auch ich war einer jener unglücklichen Autoren, der mit seinem Manuskript an die Türe von Agenturen geklopft hatte und dann nach Wochen des hoffnungsvollen Wartens eine höfliche Standard absage bekommen hatte oder auch gar keine Meldung.

Im Frühjahr 2012 stieß ich im DSFO-Forum auf einen Beitrag über AMAZON und sein unkompliziertes Veröffentlichungsangebot für alle  Autoren.

Dies war für mich eine Offenbarung, denn nach meinem langen Lern- und Leidensweg gab es plötzlich eine reale Möglichkeit der Veröffentlichung.

Pünktlich zum Weihnachtsfest lag MAYABRUT auf dem Gabentisch. Seit diesem Tag haben tausende Leser meinen Debütroman gelesen und überwiegend positiv aufgenommen.

Warum kein Verlag – weil ich als Indie-Autor meine Werke veröffentlichen kann ohne betteln zu müssen und absolut frei in all meinen Entscheidungen bin, einschließlich des unternehmerischen Risikos, das sich bei jedem Roman im mittleren dreistelligen Bereich bewegt. (Cover, Bildrechte, Lektorat usw.)

Trotzdem oder gerade deshalb kann ich dem Leser meine Romane zu einem vernünftigen Preis anbieten, ohne dabei meine Selbstachtung zu verlieren.

 

 

2 Was macht Indie-Autor.com für Dich interessant?

Indie-Autor-com ist so wie z. B. EWRITERS eine Facette in der dynamischen Welt der Indie-Autoren. Das Angebot sowohl dem Autor als auch seinem Buch, dem Leser und Dienstleister eine Plattform zu geben ist vielleicht nicht neu, wird aber auf dieser Seite in kompakter und interessanter Form angeboten. Letztendlich erleichtern die von mir genannten Seiten den Kontakt zwischen Autoren, Büchern und Lesern, deshalb danke ich den Betreibern für ihre Mühe und ihr Engagement.

 

3 Sollen dort auch die Ideen von Bloggern eingearbeitet werden?

Selbstverständlich – auch wenn ich ehrlich zugeben muss, dass ich bisher noch keinen Kontakt zu dieser literarischen Szene hatte. Dank der Beharrlichkeit des Bloggers Ulrich Birkel entdeckte ich diese für mich neue Facette und genieße nun das rege literarische Leben in seiner LESERWELT. Ich sehe, Blogger wie Uli in der Rolle des Kontakters und Kommunikators, der Autoren, Bücher und Leser miteinander bekannt macht. Damit sind Blogger eine wichtige Bereicherung des Buchmarktes und gehören selbstverständlich in die Allianz von Autor, Buch, Leser und literarischer Media-Welt.

 

4 Wie können wir Blogger euch unterstützen und Ihr auch uns?

Gegenseitiges Vertrauen und aktive Mitarbeit vorausgesetzt, entwickelt sich für alle Seiten eine „symbiotische Beziehung“ zum Vorteil von Blogger, Autor, Buch und Leser.  Gemeinsam kann man das Kernproblem der fehlenden Bekanntheit  angehen. Wir als Autoren können mit Infos über aktuelle Projekte, mit dem Plaudern aus dem Nähkästchen und „Gimmicks“ wie Vorab-Leseproben, Cover- und Klappentextentwürfe die Blog seiten mit Leben erfüllen. Außerdem bietet sich das Nachwort des Autors als Werbeplattform für helfende Blogger an.

Im Vorstellen von Autoren und möglichst objektiven Rezensieren ihrer Bücher sehe ich die Stärke der Blogger. Ich denke da auch an interessante Interviews und hoffe, dass ich die Leser dieser „Talkrunde“ nicht enttäuscht habe. Damit bedanke ich mich recht herzlich bei Ulrich Birkel und wünsche ihm und seinem Blog LESERWELT viele begeisterte Leser und Autoren.

 

Mit herzlichen Grüßen.

Frank Argos

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