Sollte es einen Codex für Literaturblogs geben?

Sehr Gute Gedanken. Es sollte sich jeder zu Herzen nehmen. Es gibt Kritik und Kritik man sollte sich für die richtige entscheiden.

Sätze & Schätze

Meine schärfere Überschriftsvariante für diesen Beitrag war zunächst jene gewesen: „Lesen schützt vor Dummheit nicht“.
Das hätte sicher mehr Aufmerksamkeit auf den ersten Blick erregt. Und darum scheint es neuerdings ganz stark bei einigen im Literaturblogkosmos zu gehen. Einige Blogs sind, so kommt es mir vor, derzeit auf Krawall gebürstet. Wer lautstark poltert, der fällt auf – ganz nach diesem Motto. Nur: Nicht jeder verfügt über den feinen Ironie-Degen eines MRR oder auch eines Raddatz. Wo gesäbelt wird, da kommt nicht unbedingt die hohe Kunst der Rezension bei raus.
Einiges hat mich in letzter Zeit ins Grübeln gebracht – mein eigenes Blogverhalten betrachtend, aber auch das, was sich so in den letzten Wochen entwickelt zu haben scheint. Und es gefällt mir nicht, was sich da tut.
Wenn ein Blogger, den ich ansonsten sehr schätze, plötzlich in einem Kommentar die Buchillustrationen eines Verlages pauschal mit dem Wort „Geschmiere“ bedenkt, dann bekomme…

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Ein Kommentar

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Eine Antwort zu “Sollte es einen Codex für Literaturblogs geben?

  1. Frank62

    Der von der Bloggerin SAETZEBIRGIT angemahnte Codex für Blogger ließe sich auf viele Bereiche der anonymen Online-Kommunikation ausweiten. Auf der literarischen Ebene bieten sich da einige Rezensenten und ihre Rezensionen beim großen A an. Vor einigen Tagen entdeckte ich dort eine Rezension mit dem abwertenden Titel „Ungenügend“.
    Unter anderem wurde die Autorin mit folgenden Worten abgemahnt: „die Storie hat aber viele unmöglich Windungenen.“

    Andererseits stirbt die Achtung vor der Arbeit eines anderen Menschen – eines Autors in der vom Markt bedienten Geiz ist Geil-Mentalität. Ein E-Book eines Indie-Autors über der preislichen „Döner-Grenze“ von 3,00 Euro ist fast schon unverkäuflich. Viele „Bestseller“ beim großen A bewegen sich im Dauer-Schleuderpreis-Niveau von 0,99 Euro oder als Gratis-Schnäppchen.

    Die Entwertung ihrer Arbeit durch dieses Preisdumping müssen sich aber viele Indie-Autoren selbst auf die eigene Fahne schreiben. Deshalb spiegelt sich die fast schon inflationäre Wertigkeit der Indie-Werke auch im „Geschmiere“ einiger Rezensenten wieder.

    Mit österlichen Grüßen,
    Frank

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